
Das Kupfernetz, das historische Fundament der Festnetztelefonie in Frankreich, wird seit 2023 schrittweise abgeschaltet. Im Januar 2026 verlieren mehrere hundert Gemeinden dauerhaft den Zugang zu diesem Netz. Für Senioren, die weder einen Internetanschluss noch ein Smartphone haben, stellt sich nicht die Frage nach der Wahl eines Geräts, sondern nach der Aufrechterhaltung einer funktionierenden Leitung ohne Internetverbindung zu Hause.
Abschaltung des Kupfers und Festnetztelefon: Was sich 2026 technisch ändert
Das öffentliche Telefonnetz (PSTN) und später ADSL liefen über Kupferdrahtpaare, die jedes Zuhause mit der Telefonzentrale verbanden. Die Abschaltung des Kupfers entfernt die physische Grundlage der klassischen Festnetzleitung. Konkret kann das Sprachsignal nicht mehr über das alte Netz übertragen werden.
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Zwei Ersatztechnologien existieren nebeneinander: Glasfaser und das Mobilfunknetz. Glasfaser benötigt einen Internetanschluss zu Hause. Das Mobilfunknetz funktioniert mit einer SIM-Karte, entweder in einem Mobiltelefon oder in einem fest installierten Gerät, das an das Stromnetz angeschlossen ist.
Die Falle für Senioren, die ein Festnetztelefon ohne Internet wünschen, liegt in diesem Übergang. Ohne Kupfer erzeugt ein kabelgebundenes Telefon, das an die Wandsteckdose angeschlossen ist, keinen Wählton mehr. Es benötigt einen Vermittler, entweder eine Box oder ein mit dem Mobilfunknetz kompatibles Gerät. Betroffene Abonnenten können Senior News im Detail entdecken, um die noch verfügbaren Angebote bei Orange und anderswo zu verstehen.
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Mobilfunktarif ohne Internet für Senioren: die einfachste Lösung
Die am häufigsten genannte Lösung nach der Abschaltung des Kupfers ist der Wechsel zu einem Mobilfunktarif nur für Sprache, ohne Verpflichtung und ohne Internet. Orange, SFR, Bouygues Telecom und mehrere virtuelle Anbieter bieten Tarife mit unbegrenzten Anrufen oder mit einem Anrufvolumen, das für eine begrenzte tägliche Nutzung ausreicht.
Das verwendete Mobiltelefon muss kein Smartphone sein. Es gibt Geräte mit großen Tasten, verstärktem Klingelton und SOS-Taste von mehreren Herstellern. Diese Telefone akzeptieren eine Standard-SIM-Karte und bieten weder einen Webbrowser noch Anwendungen an.
Was vor dem Abschluss zu überprüfen ist
- Die Mobilfunknetzabdeckung an der Wohnadresse: In einigen ländlichen Gebieten ist die Versorgung schlecht, was den Mobilfunktarif in Innenräumen unbrauchbar macht.
- Die Verfügbarkeit von unbegrenzten Anrufen zu Festnetz- und Mobiltelefonen, ohne versteckte Zusatzkosten oder langfristige Verpflichtungen.
- Die Kompatibilität des Telefons mit den Frequenzen des gewählten Anbieters (insbesondere 4G Sprache, auch VoLTE genannt, die schrittweise die 2G ersetzt).
Ein Mobilfunktarif ohne Internet kostet in der Regel weniger als ein Festnetzabonnement über Glasfaser. Für einen Senioren, der täglich einige Anrufe tätigt, deckt diese Option das Hauptbedürfnis ab, ohne die Gewohnheiten radikal zu verändern.
Festnetzgerät über Mobilfunknetz: das Telefon ohne Internetanschluss behalten
Für Personen, die sehr an ihrem kabelgebundenen oder drahtlosen DECT-Telefon hängen, gibt es Festnetztelefone über das Mobilfunknetz. Das Prinzip: Ein kleines Gerät mit einer SIM-Karte wird an das Stromnetz angeschlossen und bietet eine klassische Telefonbuchse. Das gewohnte Telefon wird wie zuvor angeschlossen.
Der Anruf wird über das Mobilfunknetz geleitet, aber der Benutzer hebt ab und wählt eine Nummer genau wie im alten Kupfernetz. Einige Geräte ermöglichen es, die historische Festnetznummer dank der Rufnummernportabilität zu behalten.
Diese Lösung wird von den Anbietern wenig beworben, die lieber auf profitablere Glasfaserangebote verweisen. Sie eignet sich jedoch für ein bestimmtes Profil: eine alleinstehende Person, die kein Internet benötigt und in einem Gebiet mit angemessener Mobilfunknetzabdeckung lebt.
Teleassistenz und das Ende des Kupfers: ein oft unterschätztes Risiko
Das Festnetztelefon von Senioren dient nicht nur zum Anrufen. Viele Teleassistenzgeräte (Medallions, Armbänder, Sturzdetektoren) waren mit der Kupferleitung verbunden, um einen Alarm an ein Überwachungszentrum zu senden. Die Abschaltung des Kupfers macht diese alten Teleassistenzgeräte unbrauchbar.
Das Telefon zu ersetzen, ohne die Kompatibilität des Alarmsystems zu überprüfen, setzt die Person einer falschen Sicherheit aus. Das Teleassistenzgerät scheint angeschlossen zu sein, die Anzeige leuchtet, aber der Alarm wird nicht mehr an das Empfangszentrum gesendet.
Punkte zur Überprüfung bei einem Teleassistenzgerät
- Funktioniert das Gerät über ein integriertes Mobilfunknetz (SIM-Karte) oder benötigt es eine analoge Festnetzleitung?
- Hat der Teleassistenzanbieter eine Migration zu einem mit Glasfaser oder Mobilfunk kompatiblen Gerät vorgesehen?
- Ist die Übertragungszeit des Alarms im neuen Netzwerk garantiert (einige IP-Geräte fügen eine Verzögerung hinzu)?
Bevor eine Telefonleitung gewechselt wird, ist die erste Überprüfung das Sicherheitsgerät, nicht das Telefon. Ein Anruf beim Teleassistenzanbieter genügt, um zu erfahren, ob das Gerät ersetzt werden muss.

Festnetzleitung Orange ohne Box: das letzte Angebot auf dem Markt
Orange ist bis heute der einzige Anbieter, der ein Angebot für eine reine Festnetzleitung ohne Internetabonnement anbietet. Die anderen Anbieter (SFR, Bouygues Telecom, Free) verlangen ein Glasfaser-Paket, das die Telefonie umfasst.
Dieses Orange-Angebot ermöglicht es, eine Festnetznummer und ein Telefon, das an die Glasfaserbox angeschlossen ist, zu behalten, jedoch ohne ein vollständiges Internetpaket abzuschließen. Der monatliche Preis übersteigt den eines Mobilfunktarifs nur für Sprache, was es finanziell weniger wettbewerbsfähig macht.
Für einen Senioren, der kein Mobiltelefon möchte und in einem mit Glasfaser versorgten Gebiet lebt, stellt diese Formel die einzige direkte Fortsetzung des alten Festnetzabonnements dar. In nicht mit Glasfaser versorgten und nicht mobil abgedeckten Gemeinden bleibt die Situation komplizierter: Satellitentechnologien oder Lösungen für die Telefonie über Funk existieren, aber deren Einsatz ist marginal.
Die Wahl zwischen Mobilfunktarif, Festnetzgerät über das Mobilfunknetz und Festnetzleitung Orange hängt von drei Parametern ab: der Netzabdeckung zu Hause, der Notwendigkeit, ein Teleassistenzgerät zu migrieren, und dem Grad der Bindung an das vorhandene Telefon. Die Überprüfung dieser drei Punkte vor dem Abschluss vermeidet unangenehme Überraschungen nach der Kupferabschaltung.